Pourpoint

Anleitung für einen Pourpoint, wie er in der ersten Hälfte
des 15. Jahrhunderts unter dem Rüstzeug getragen wurde.
In verschiedenen Manuskripten kann man solche Pourpoints sehen.
Beispielsweise in einem Manuskript des Museums Nürnberg von 1441
oder im Manuscript 621 fol. 365 c.1427-1438 in der
Bibliotheque de l'Arsenal, Paris, in Frankreich.

Um einen Schnitt zu machen, nehmt ihr am besten ein rechteckiges Papier,
das in etwa der Größe des Teils entspricht.

So bekommt ihr die Messpunkte besser.

Die Maße sind wie immer per Maßband zu ermitteln und ergeben sich etwa wie folgt:

A =  Halbe Schulterbreite
B = 1/4 vom Taillenumfang ,
wenn keine Taille mehr vorhanden ist, einfach da messen wo sie mal war ... ;-)
C =  Halbes Maß Taille-Achselhöhle
D = Schlüsselbein-Taille
E = Taille-Schritt
F = 1/4 vom Po-Umfang
G = Halsansatz-Taille
H = 1/4 vom Brustumfang

Vorderteile
Rot an Rot und Blau an Blau nähen
 

Einzelteile des Rückens.
Die Maße der Rückenteile entsprechen denen der Vorderteile,
nur das der Halsauschnitt halt rund anstatt V-Förmig gehalten wird
und die Kanten der Unterteile nicht abgeschrägt werden, da sie zusammengenäht werden.
Rot an Rot und Blau an Blau nähen.

Vorderteile und Hinterteile vernäht.
Nun näht man noch Rot an Rot und Blau an Blau und schon ist man fertig.

Verschlussvariante mit Nestellöchern und einzelnen Nesteln,
man kann aber auch mit einer langen Nestel komplett durchschnüren.

Die Nestellöcher zum befestigen der Beinlinge und des Beinzeugs
muss man natürlich an die jeweiligen Löcher des Gegenstücks anpassen, deshalb sind sie hier nicht eingezeichnet.

So könnte das dann in etwa aussehen